Stillen ist mehr als Ernährung.
Es ist Nähe. Regulation. Schutz. Bindung.
Und doch geraten viele Mütter genau hier ins Wanken – nicht, weil sie nicht wollen, sondern weil Stillen plötzlich schwer wird.
Und genau hier wird es wichtig! Wenn du dich informiert dazu entscheidest, bewusst nicht zu stillen – dann ist das ok!
Wenn du dir nicht sicher bist, dann lass dich von einer Stillberaterin, Gynäkologin oder deiner Hebamme über die Vor- und Nachteile aufklären.
Und wenn du aber gerne stillen möchtest, aber es treten Probleme, Schmerzen oder Unsicherheiten auf, dann lies jetzt unbedingt weiter, denn: in diesen Momenten taucht oft ein Gedanke auf, der verständlich, aber trügerisch ist:
„Bevor ich jetzt Geld für eine Stillberatung ausgebe, steige ich lieber auf die Flasche um.“
Was dabei fast immer unterschätzt wird: Die Flasche ist langfristig deutlich teurer – emotional, organisatorisch und auch finanziell.
Stillen: ein biologisches Hochleistungsprogramm
Muttermilch passt sich täglich an dein Baby an.
Sie reagiert auf Krankheit, Wachstum, Entwicklungsschübe und sogar auf den Speichel deines Kindes. Sie schützt, reguliert, nährt und tröstet – gleichzeitig.
Stillen unterstützt:
- die Darmreifung und das Immunsystem
- die Kiefer- und Sprachentwicklung
- die Stressregulation deines Babys
- die Bindung zwischen euch
Und auch für Mütter bringt Stillen nachweisliche Vorteile – körperlich wie emotional.
All das ist kein romantisches Ideal. Es ist Biologie.
Wenn Stillen schwierig wird, verliert es seinen Zauber
Probleme beim Stillen entstehen selten aus „Unfähigkeit“.
Sie entstehen durch fehlende Information, ungünstige Startbedingungen oder unerkannte Ursachen.
Schmerzen, Unsicherheit, ständiges Zufüttern, ein unruhiges Baby – all das kann dazu führen, dass Stillen plötzlich nur noch Kraft kostet.
Und genau hier treffen viele Familien eine Entscheidung aus Erschöpfung heraus, nicht aus Überzeugung.
Der Kostenvergleich, über den kaum jemand spricht
Flaschennahrung wirkt auf den ersten Blick wie die pragmatische Lösung.
Doch rechnen wir ehrlich:
- Pre Säuglingsnahrung über Monate
- Flaschen, Sauger, Sterilisator
- Wasser, Strom, Ersatzprodukte
- Zeitaufwand, Organisation, mentale Belastung


Über das erste Lebensjahr kommen hier schnell mehrere hundert bis weit über tausend Euro zusammen – ganz ohne Zusatznahrung oder Spezialprodukte!
Eine Mutter berichtete mir, dass alleine 8 Monate Pre mit Flaschen, regelmäßig neue Sauger etc. schon 1200€ gekostet haben… und man bedenke, dass Pre bis zum 12. Monat empfohlen und darüber hinaus gegeben wird. So kommt man leicht auf Kosten von 2000€ !
Eine fundierte Stillberatung dagegen ist eine einmalige oder kurzzeitige Investition, die oft genau das löst, was Stillen schwierig macht.
Nicht selten reicht ein Termin, um:
- Schmerzen zu beenden
- das Trinkverhalten zu verbessern
- Sicherheit zurückzugeben
- Stillen wieder leicht werden zu lassen
Stillberatung ist keine „Extra-Leistung“ – sie ist Prävention
Eine gute Stillberatung setzt nicht erst an, wenn alles eskaliert.
Sie verhindert:
- monatelangen Leidensdruck
- unnötiges Zufüttern
- vorschnelles Abstillen
- Schuldgefühle und Selbstzweifel
Sie spart Zeit, Nerven – und langfristig oft Geld.
Vor allem aber bewahrt sie etwas, das sich nicht in Zahlen messen lässt:
dein Vertrauen in dich selbst.
„Aber Stillen sollte doch kostenlos funktionieren …“
Ja. In einer idealen Welt.
In der Realität fehlt vielen Familien die individuelle, fachlich tiefgehende Begleitung, die Stillen manchmal braucht.
Eine professionelle Stillberatung ist kein Luxus.
Sie ist eine gezielte Unterstützung dort, wo kostenlose Angebote an ihre Grenzen kommen – nicht aus Unwillen, sondern aus strukturellen Gründen.
Du bezahlst nicht dafür, stillen zu dürfen.
Du investierst darin, wie du stillst – und wie du dich dabei fühlst.
Am Ende geht es um mehr als Geld
Die Frage ist nicht:
„Ist eine Stillberatung teuer?“
Die eigentliche Frage lautet:
„Was kostet es mich, wenn ich mir diese Unterstützung nicht hole?“
Wenn du stillen möchtest und gerade kämpfst, darfst du dir Hilfe nehmen.
Nicht irgendwann. Nicht erst, wenn es „ganz schlimm“ ist.
Manchmal ist eine gute Stillberatung genau der Wendepunkt, der aus Zweifel wieder Vertrauen macht – und aus Anstrengung wieder Nähe.
🤍 Stillen ist wertvoll.
🤍 Deine Erfahrung damit auch.
🤍 Und du darfst sie dir erleichtern lassen.


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